Die Diagnose einer Rechenstörung wird durch Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten gestellt. Wichtig sind dabei der Informationsaustausch und eine enge Kooperation mit Schule und Eltern.
Neben den Schulnoten in Mathematik und der Frage nach dem Unterschied zwischen Noten in Mathematik zu Noten in anderen Schulfächern sollte eine detaillierte Denkanalyse ("Wie ist das Kind zum Ergebnis gekommen?") des mathematischen Verstehens erfolgen. Zur ersten Einschätzung dient die Einsicht in Schulhefte und Schulzeugnisse sowie standardisierte Rechentests.
Für eine Diagnose ist es wichtig, zunächst herauszufinden, wie sich das Kind im Allgemeinen entwickelt hat. Es geht darum die Entwicklung von Sprache, Motorik, Körper festzuhalten. Nicht unbedeutend sind auch diagnostische Ergebnisse über die Seh- und Hörleistung des Kindes.
Neben der Art, Qualität und Verlauf der schulischen Unterrichtung und bereits erfolgter Fördermaßnahmen ist die Häufigkeit von Klassen- bzw. Schulwechsel für den Diagnostiker interessant. Ebenso erfragt wird die schulische Motivation im Verlauf seit Schulstart bis heute. Aber auch Hausaufgabenkonflikte und der Umgang mit der Familie, Klassenkameraden und Freunden werden beurteilt.
Manchmal bleibt es jedoch nicht nur bei Rechenproblemen. Es gesellen sich auch Auffälligkeiten in der Aufmerksamkeit und Konzentration hinzu. Dringend Hilfe braucht Ihr Kind, wenn es bereits unter Schulangst, Störungen im Sozialverhalten, Aggressivität, Depressionen oder psychosomatischen Beschwerden (Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit etc.) leidet.